Gesellschaft

Zwei spannende Vorträge vom Philosophen und Seelsorger Wilhelm Schmid

Alles hat seine Zeit.
.. Zu umarmen, zu lösen
Zu suchen, zum verlieren
Schweigen, reden, …
Eine Bibelstelle.

Nicht nur auf das Gute fixiert sein.

Zwanghaft positives Denken.

Die Polarität des Lebens akzeptieren.

Polarität zu Angst und Zuversicht.

Wir leben unser Leben an der Oberfläche des Alltags.

Auszubrechen aus der Normalität. Z.B. Reisen.

Abgründigkeit führt zu Angst.

Lebensangst als Begleiter des modernen Menschen (Karl Jaspers).

Anstelle von existenziellen Ängsten.

Die Geborgenheit ist verloren gegangen.

Neue Ängste sind entstanden: Klima, Technologie, metaphysische Sinnlosigkeit.

Freiheit – ich bin für mich selbst verantwortlich.

Furcht ist konkret auf ein Objekt. Angst ist diffuser.

Moderne Menschen wollen nicht ausgeliefert sein.

Angst – Angustia (lat) – Enge, Engpass – Ancho (gr) einschnüren, würgen, quälen. Die Luft zum atmen wird uns abgeschnürt.

Es gibt auch Ängste ohne Gründe.

Sören Kierkegaard, 1844, Angst.

Auflösung aller Bindungen. Wenn Menschen nicht mehr an einen Gott glauben können.

Schwindel der Freiheit.

Die Angst als beste Lehrerin des Lebens. Bewusste Lebensführung. Der Mensch entdeckt was ihm wichtig in seinem Leben ist!

Ängste akzeptieren. Sensibilität für Gefahren.

Sensibilität ist eine wertvolle Ressource. Wir lernen viel aus Krisen.

Die Angst hat eine existenzielle Bedeutung.

Ängstliche Sorge im Zaum halten. Z.B. für einen Moment Sorglosigkeit.

Musik hören, Kunstwerke betrachten. Alle Künste sind Brücken über Abgründe! Vorsätzlich oberflächlich für eine kurze Zeit sein. Damit wir uns dann wieder mit den abgründigen Themen beschäftigen können.

Aktuell die Suche nach dem Normalen. Bedeutung von Gewohnheiten.

Gewohnheiten schaffen Strukturen.

Im Garten am Rande des Abgrundes.

Sinne – Tastsinn / Berührung kann aus Angst Zuversicht machen.

Berührung vertreibt Angst. Trost aus seelischer Berührung.

Zuversicht aus eine engagierten Gespräch.

Zuversicht aus der Transzendenz. Überschreitung des Alltäglichen. Überschreitet die engen Grenzen des Ichs.

Zuversicht – Fähigkeit zur Distanz. Zu allem was Bedrohlich erscheint.

Angst und Zuversicht schliessen sich nicht aus. Vorsorge treffen. Lebenskunst im Garten am Rande des Abgrundes.

Philosophie: Nachdenken über das Leben

Schmerzen führen zu Fragen beim Menschen.
Als Philosoph im Krankenhaus Affoltern a. Albis.
Warum brauchen Menschen die Philosophie?
Sie bringen uns geistige Nahrung. Nahrung aus Gedanken.
(seelische Nahrung, Gefühle).
Auch Sokrates führte Gespräche – über alle möglichen Fragen – „Seelsorge“. Geburtshilfe nannte er es auch.

Gedanken zur Welt bringen. Menschen kommen auf Gedanken in Gesprächen!


Sie regen das Denken an. Das Implizite explizit zu machen – ist eine Aufgaben der Philosophie.
Probleme haben Bedeutung fürs Leben.
Menschen brauchen die Gespräche über das Leben.
Etwas findet Ausdruck – aus mir Hinaus. Wir geben dem Leben einen roten Faden. Was vorher verteilt im Kopf war.
Klärung von Begriffen.
Leben besteht aus Polaritäten.
Leben ist immer perspektivisch. Wir haben nie den 360 Grad Blick.
Aus Schönem kann neue Energie resultieren.
Das Leben ist ein offener Prozess – der keine Abschluss findet.

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